fynk vs Juro.

Beide sind Vertragsplattformen mit eingebauter Signatur. Der Unterschied liegt darin, welche Signaturniveaus nativ sind, ob ihr pro Nutzer oder pro Vertrag zahlt (Juro kalkuliert nach Vertragsvolumen auf Anfrage, fynk veröffentlicht Preise pro Nutzer) und welcher Tarif API und KI freischaltet. Verglichen über Vertragsmanagement, KI, Signaturen, Hosting und Kosten.

Von Felix Scholz, fynkZuletzt geprüft
fynk

fynk

Vertragsmanagement mit integrierter E-Signatur und KI-Assistent.

Kategorie
CLM mit E-Signatur
Hosting
Europäischer Wirtschaftsraum (AWS)
Signaturniveaus
EES, FES, QES
Preismodell
Pro Nutzer, unbegrenzte Dokumente
Einstiegspreis
Ab 19 € pro Nutzer/Monat (jährlich)
Am besten für
Europäische Teams, die Verträge, KI und eIDAS-Signatur (bis QES) in einem System mit transparenten Preisen pro Nutzer wollen

Juro

KI-native Vertragsplattform für Rechtsabteilungen und Fachbereiche

Kategorie
Vertragsmanagement (CLM)
Hosting
AWS Irland (EU)
Signaturniveaus
FES nativ, QES über Docusign
Preismodell
Nach Vertragsvolumen
Einstiegspreis
Auf Anfrage
Am besten für
Mittelständische Unternehmen, in denen Vertrieb, HR und Recht Verträge im Browser erstellen und abstimmen

Nimm fynk, wenn

  • Ihr QES braucht, ohne einen zweiten Signaturanbieter samt Lizenz dazuzunehmen.
  • Ihr den Preis vor dem ersten Gespräch sehen und das Produkt im kostenlosen Tarif oder 14 Tage lang testen wollt.
  • Ihr die öffentliche API in einem mittleren Tarif braucht und nicht erst in Enterprise.
  • KI-Extraktion und Playbook-Prüfung in jedem Tarif enthalten sein sollen statt als Option im Angebot.
  • Ihr das System lieber selbst einrichtet, als ein vom Anbieter geführtes Einführungsprojekt zu durchlaufen.

Nimm Juro, wenn

  • Viele gelegentliche Nutzer Verträge erstellen und alle auf die Plattform sollen, ohne pro Platz zu zahlen.
  • Der Einkauf einen SOC-2-Typ-II-Bericht verlangt, nicht nur ISO 27001.
  • Im Browser verhandelt werden soll, mit getrennten internen und externen Versionen.
  • Native FES für eure Verträge genügt und Hosting in Irland euren Anforderungen entspricht.
  • Ihr eine begleitete Einführung wollt, die laut Juro im Schnitt rund drei Wochen dauert.
Funktion für Funktion

fynk vs Juro: der vollständige Vergleich.

Gruppiert nach den Bereichen, die diese Entscheidungen bestimmen. Wo eine Funktion existiert, aber in einem höheren Tarif, einem separaten Produkt oder als Option im Angebot steckt, ist sie als teilweise markiert.

FunktionfynkJuro
Vertragslebenszyklus
Zentrales ArchivJa (Document Hub)Ja, inkl. Uploads
Redlining und VerhandlungJaJa, im Browser
Freigabe-WorkflowsJaJa, bedingt
Verlängerungen und FristenJa, mit ErinnerungenJa
KI
Metadaten-Extraktion beim ImportJa, KI-gestütztAI Extract, nach Freischaltung
Fragen über das gesamte ArchivJa (KI-Assistent)Ja, Operator
Prüfung gegen euer PlaybookJa, eigene PlaybooksÜber Option AI Review
MCP-Server für KI-AgentenJa, ab EssentialJa, Claude (ab Growth)
Signaturen
SignaturniveausEES, FES, QESFES nativ, QES über Docusign
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)JaNur über Docusign
SignaturreihenfolgeJaJa
Sicherheit und Kommerzielles
EU-Hosting standardmäßigJa (EWR)Ja, Irland
SOC-2-BerichtNeinSOC 2 Typ II
Öffentliche APIAb Business-TarifNur Enterprise
CRM-IntegrationenSalesforce, Pipedrive, HubSpot, AttioHubSpot, Salesforce
Kauf im Self-ServiceJaÜber Vertrieb

Jede Zelle ist an den öffentlichen Seiten des jeweiligen Anbieters geprüft. Links und Prüfdaten stehen in den Quellen unten.

Wo sich fynk und Juro wirklich unterscheiden.

Qualifizierte Signatur: nativ oder über einen zweiten Anbieter.

Die native Signatur von Juro erfüllt den eIDAS-Standard für fortgeschrittene Signaturen und nutzt Zertifikate von HARICA. Für qualifizierte Signaturen verweist Juro auf seine Docusign-Integration, die im Growth-Tarif gelistet ist und ein eigenes Docusign-Konto voraussetzt. fynk bietet EES, FES und QES in jedem Tarif, auch im kostenlosen. Brauchen einzelne Verträge QES, bleiben sie bei fynk in einem System und einem Abonnement. Genügt FES, decken beide euch ab.

Was ihr damit tun solltet

Listet auf, welche eurer Verträge QES brauchen. Wenn keiner, fällt dieser Punkt weg und der Rest der Seite entscheidet.

Zahlen für Personen oder für Verträge.

Jeder Juro-Tarif enthält unbegrenzte Nutzer, Workflows und Vorlagen, der Preis folgt eurem Vertragsvolumen und den benötigten Integrationen. fynk rechnet pro Nutzer ab, ab 19 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung im Essential-Tarif, mit unbegrenzten Dokumenten im Rahmen einer Fair-Use-Regel. Bei vielen gelegentlichen Vertragserstellern hat das Modell von Juro die Nase vorn. Bei einem kleinen Team mit hohem Volumen ist der Preis pro Nutzer die einfachere Rechnung, und der von fynk steht auf der Preisseite.

Was ihr damit tun solltet

Zählt die Personen, die Verträge erstellen, und die Verträge, die sie pro Jahr erstellen. Lasst beide Anbieter dieselben zwei Zahlen bepreisen.

Welche KI im Tarif steckt.

Juro enthält den AI Assistant in jedem Tarif und beantwortet mit Operator, 2026 gestartet, Fragen über mehrere Verträge. AI Extract und AI Review sind im Preiskonfigurator wählbar, AI Extract wird über das Customer Success Management oder in der App freigeschaltet. Was ihr bekommt, hängt also am Angebot. In fynk gehören Extraktion beim Import, Playbook-Prüfung und der Archiv-Assistent zu jedem Tarif. Sie verbrauchen ein monatliches Kontingent an KI-Credits pro Nutzer (150 in Essential, 250 in Business), und genau damit müsst ihr planen. fynk gewinnt bei der Frage, was vor der Unterschrift feststeht.

Integrationen und API.

Juro enthält Slack, E-Mail, Google Drive und Word in jedem Tarif, ergänzt HubSpot, Claude, Docusign und Zapier in Growth und legt Salesforce, REST-API und Webhooks in Enterprise. Bei fynk beginnen öffentliche API und native HubSpot-Integration im Business-Tarif, und der MCP-Server ab Essential lässt Assistenten wie Claude oder ChatGPT mit dem Archiv arbeiten. Wer die API ohne Enterprise-Vertrag braucht, kommt bei fynk einen Tarif früher dorthin. Wer Claude-Zugriff auf Verträge in einem mittleren Tarif will, bekommt ihn bei beiden.

Kostenmodell

Juro Preise und Kosten im Vergleich zu fynk.

Einstiegspreise zum Prüfdatum und die Mechanik darunter, die mehr zählt als die Zahl in der Überschrift.

Wofür ihr zahltfynkJuro
PreismodellPro Nutzer, unbegrenzte DokumenteNach Vertragsvolumen
EinstiegspreisAb 19 € pro Nutzer/Monat (jährlich)Auf Anfrage
Enthaltene NutzerBezahlt pro NutzerUnbegrenzt in jedem Tarif
DokumentvolumenUnbegrenzt (Fair Use)Volumenbasierte Tarife
Vertragsmanagement und SignaturCLM und Signatur in einem TarifInklusive
KI-FunktionenEnthaltenJa, alle Tarife
Wo die Rechnung wächstMit der TeamgrößeMit Vertragsvolumen und Integrationen

Der Einstiegspreis von fynk ist Essential, pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Juro veröffentlicht keine Preise: Essentials, Growth und Enterprise gibt es nur auf Anfrage, wobei Growth der Tarif ist, den ein typisches Team im Mittelstand kaufen würde. Lasst euch von beiden Anbietern eure echte Teamgröße und euer Jahresvolumen anbieten.

In der Praxis

Der Wechsel von Juro zu fynk in der Praxis.

Beim Abschied von Juro geht es weniger um Funktionen als um drei Dinge, die Juro auf eigene Art löst: ein Archiv, dessen wichtigste Daten in Smartfields und Tags stecken, ein Nutzermodell ohne Lizenzzählung und Integrationen, die vom Tarif abhängen. Jedes davon braucht vor der Umstellung eine Entscheidung, und der letzte Teil dieses Abschnitts sagt, wann die richtige Entscheidung Bleiben heißt.

Was mit euren Verträgen aus Juro mitkommen muss.

Ein Juro-Archiv ist mehr als ein Ordner mit PDFs. Unterschriebene Verträge tragen die native fortgeschrittene Signatur von Juro, die mit Zertifikaten von HARICA arbeitet, und Parteien, Termine und Werte, die euer Team erfasst hat, liegen als Smartfields und Tags neben jedem Dokument. Fragt Juro vor eurem Verlängerungstermin, wie unterschriebene Verträge, ihre Signaturnachweise und die Smartfield-Werte exportiert werden, und testet den Export an zehn Verträgen. Habt ihr für qualifizierte Signaturen die Docusign-Integration genutzt, liefen diese Verträge zusätzlich über ein eigenes Docusign-Konto. Prüft und exportiert auch dieses Konto.

Aus unbegrenzten Juro-Nutzern wird eine Lizenzzahl.

Jeder Juro-Tarif enthält unbegrenzte Nutzer, also musste nie jemand entscheiden, wer ein Konto bekommt. fynk rechnet pro Nutzer ab, und damit wird genau diese Entscheidung Teil des Wechsels. Zählt die Personen in Vertrieb, HR und Recht, die in einem normalen Monat Verträge erstellen oder verhandeln, nicht die ganze Nutzerliste in Juro, denn diese Zahl bestimmt die fynk-Rechnung. Ist diese Zahl groß und sind die meisten nur gelegentlich dabei, ist das Preismodell von Juro genau für euren Fall gebaut. Das solltet ihr jetzt wissen, nicht nach der Entscheidung.

Ordnet jede Juro-Integration einem fynk-Tarif zu.

Geht von den Integrationen aus, die in eurem Juro-Konto heute wirklich laufen, nicht von denen, die euer Tarif enthält, und sucht für jede den fynk-Tarif, den sie braucht. Die Konnektoren für Salesforce und Pipedrive und der MCP-Server für Assistenten wie Claude sind in fynk Essential enthalten, native HubSpot-Integration, REST-API und Webhooks brauchen Business. Startet euer Vertrieb Verträge über die Growth-Integration von Juro aus HubSpot, legt das allein schon fynk Business fest, unabhängig von der Teamgröße. Alles andere, etwa Slack oder ein HR-Tool, gleicht ihr mit der Integrationsliste von fynk ab, bevor ihr einen Umstellungstermin festlegt.

Lasst laufende Verhandlungen in Juro zu Ende gehen.

Juro verhandelt im Browser, hält interne und externe Versionen getrennt und legt für jede Änderung der Gegenseite eine neue Version an. Ein halb verhandelter Entwurf verliert diese Historie beim Umzug. Startet neue Verträge deshalb ab dem ersten Tag in fynk und lasst alles, was schon bei einer Gegenpartei oder in der Signatur liegt, in Juro abschließen. Rund einen Monat Parallelbetrieb bezahlt ihr doppelt, dafür testet ihr die Integrationen an echten Deals, solange Juro noch als Rückfallweg bereitsteht.

Wann sich der Abschied von Juro nicht lohnt.

Bleibt bei Juro, wenn der Einkauf einen SOC-2-Typ-II-Bericht verlangt, denn fynk ist nach ISO 27001 zertifiziert und hat keinen SOC-2-Bericht. Bleibt auch, wenn Dutzende gelegentliche Nutzer jeweils eine bezahlte fynk-Lizenz bräuchten oder wenn in Juro gebaute Abläufe mit Salesforce oder HubSpot gut laufen und niemand nach QES oder veröffentlichten Preisen fragt. Dann kostet die Migration echte Zeit bei kleinem Gewinn, und das sagen wir lieber auf unserer eigenen Seite als mitten in eurer Einführung.

"Unterschätze nicht den Wert von moderner, intuitiver Benutzerführung. Die Leute sagen: fynk macht so viel Spaß. Vertragsarbeit fühlt sich damit richtig gut an. Das beschleunigt die Akzeptanz, und genau deshalb vertrauen wir fynk für unsere Vertrags-Workflows im ganzen Unternehmen."

Elisa Prößdorf Legal Solutions Manager at Unite
Quellen

Woher diese Angaben stammen.

  • fynk [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16]
  • Juro [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18]

Eine Angabe stimmt nicht mehr? Schreibt an [email protected] , dann prüfen wir die Zeile neu.

Häufige Fragen zu fynk vs Juro.

  • Für Vorlagen, Freigaben, Verhandlung, Signatur und ein durchsuchbares Archiv ja. Wenn ihr einen SOC-2-Typ-II-Bericht braucht, nein: fynk ist nach ISO 27001 zertifiziert, hat aber keinen SOC-2-Bericht.

  • Juro veröffentlicht keine Preise. Die drei Tarife Essentials, Growth und Enterprise gibt es nur auf Anfrage nach einer Demo, und jeder enthält unbegrenzte Nutzer, Workflows und Vorlagen. Das Angebot richtet sich nach eurem Vertragsvolumen, den gewählten KI-Funktionen wie AI Extract und AI Review und den Integrationen, mit HubSpot und Docusign ab Growth sowie Salesforce und REST-API in Enterprise. Laut Preisseite gibt es 20 % Rabatt auf das erste Jahr, wenn ihr im selben Monat unterschreibt, in dem ihr die Demo angefragt habt.

  • Das hängt von Teamgröße und Volumen ab. fynk beginnt bei 19 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, mit unbegrenzten Dokumenten. Juro kalkuliert nach Vertragsvolumen und Integrationen, mit unbegrenzten Nutzern, und veröffentlicht keine Preise. Rechnet eure echten Zahlen mit beiden durch.

  • fynk bietet QES nativ in jedem Tarif. Die native Signatur von Juro ist eine FES, QES unterstützt Juro über seine Docusign-Integration, die im Growth-Tarif gelistet ist und ein eigenes Docusign-Konto voraussetzt. QES heißt bei Juro also: Juro und Docusign parallel.

  • fynk läuft im Self-Service, das Konto steht also in Minuten. Juro nennt für die eigene Einführung zum Vergleich durchschnittlich etwa 18 bis 21 Tage. Die Zeit fließt in den Nachbau der Vorlagen samt Smartfields und in den Import des unterschriebenen Archivs. Laufende Verhandlungen schließt ihr in Juro ab, damit ihr Versionsverlauf an einem Ort bleibt.

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