Beim Abschied von Juro geht es weniger um Funktionen als um drei Dinge, die Juro auf eigene Art löst: ein Archiv, dessen wichtigste Daten in Smartfields und Tags stecken, ein Nutzermodell ohne Lizenzzählung und Integrationen, die vom Tarif abhängen. Jedes davon braucht vor der Umstellung eine Entscheidung, und der letzte Teil dieses Abschnitts sagt, wann die richtige Entscheidung Bleiben heißt.
Was mit euren Verträgen aus Juro mitkommen muss.
Ein Juro-Archiv ist mehr als ein Ordner mit PDFs. Unterschriebene Verträge tragen die native fortgeschrittene Signatur von Juro, die mit Zertifikaten von HARICA arbeitet, und Parteien, Termine und Werte, die euer Team erfasst hat, liegen als Smartfields und Tags neben jedem Dokument. Fragt Juro vor eurem Verlängerungstermin, wie unterschriebene Verträge, ihre Signaturnachweise und die Smartfield-Werte exportiert werden, und testet den Export an zehn Verträgen. Habt ihr für qualifizierte Signaturen die Docusign-Integration genutzt, liefen diese Verträge zusätzlich über ein eigenes Docusign-Konto. Prüft und exportiert auch dieses Konto.
Aus unbegrenzten Juro-Nutzern wird eine Lizenzzahl.
Jeder Juro-Tarif enthält unbegrenzte Nutzer, also musste nie jemand entscheiden, wer ein Konto bekommt. fynk rechnet pro Nutzer ab, und damit wird genau diese Entscheidung Teil des Wechsels. Zählt die Personen in Vertrieb, HR und Recht, die in einem normalen Monat Verträge erstellen oder verhandeln, nicht die ganze Nutzerliste in Juro, denn diese Zahl bestimmt die fynk-Rechnung. Ist diese Zahl groß und sind die meisten nur gelegentlich dabei, ist das Preismodell von Juro genau für euren Fall gebaut. Das solltet ihr jetzt wissen, nicht nach der Entscheidung.
Ordnet jede Juro-Integration einem fynk-Tarif zu.
Geht von den Integrationen aus, die in eurem Juro-Konto heute wirklich laufen, nicht von denen, die euer Tarif enthält, und sucht für jede den fynk-Tarif, den sie braucht. Die Konnektoren für Salesforce und Pipedrive und der MCP-Server für Assistenten wie Claude sind in fynk Essential enthalten, native HubSpot-Integration, REST-API und Webhooks brauchen Business. Startet euer Vertrieb Verträge über die Growth-Integration von Juro aus HubSpot, legt das allein schon fynk Business fest, unabhängig von der Teamgröße. Alles andere, etwa Slack oder ein HR-Tool, gleicht ihr mit der Integrationsliste von fynk ab, bevor ihr einen Umstellungstermin festlegt.
Lasst laufende Verhandlungen in Juro zu Ende gehen.
Juro verhandelt im Browser, hält interne und externe Versionen getrennt und legt für jede Änderung der Gegenseite eine neue Version an. Ein halb verhandelter Entwurf verliert diese Historie beim Umzug. Startet neue Verträge deshalb ab dem ersten Tag in fynk und lasst alles, was schon bei einer Gegenpartei oder in der Signatur liegt, in Juro abschließen. Rund einen Monat Parallelbetrieb bezahlt ihr doppelt, dafür testet ihr die Integrationen an echten Deals, solange Juro noch als Rückfallweg bereitsteht.
Wann sich der Abschied von Juro nicht lohnt.
Bleibt bei Juro, wenn der Einkauf einen SOC-2-Typ-II-Bericht verlangt, denn fynk ist nach ISO 27001 zertifiziert und hat keinen SOC-2-Bericht. Bleibt auch, wenn Dutzende gelegentliche Nutzer jeweils eine bezahlte fynk-Lizenz bräuchten oder wenn in Juro gebaute Abläufe mit Salesforce oder HubSpot gut laufen und niemand nach QES oder veröffentlichten Preisen fragt. Dann kostet die Migration echte Zeit bei kleinem Gewinn, und das sagen wir lieber auf unserer eigenen Seite als mitten in eurer Einführung.