fynk vs DocuSign.

Beide holen eine Unterschrift. Der Unterschied liegt darin, was nach der Unterschrift passiert, welche Signaturniveaus im Tarif enthalten sind und wie die Rechnung wächst. Verglichen über Vertragsmanagement, KI, Signaturen, Hosting und Kosten.

Von Felix Scholz, fynkZuletzt geprüft
fynk

fynk

Vertragsmanagement mit integrierter E-Signatur und KI-Assistent.

Gegründet
2022, Wien
Kategorie
CLM mit E-Signatur
Hosting
Europäischer Wirtschaftsraum (AWS)
Signaturniveaus
EES, FES, QES
Preismodell
Pro Nutzer, unbegrenzte Dokumente
Am besten für
Europäische Teams, die Verträge, KI und eIDAS-Signatur (bis QES) in einem System mit transparenten Preisen pro Nutzer wollen

DocuSign

Eine weit verbreitete E-Signatur-Plattform. Vertragsablage, KI und CLM gibt es in separaten IAM-Plänen.

Gegründet
2003, Seattle
Kategorie
E-Signatur, CLM separat
Hosting
Region USA, EU, CA, AU oder JP
Signaturniveaus
EES; FES und QES gegen Aufpreis
Preismodell
Pro Nutzer mit Umschlag-Kontingent
Am besten für
Unternehmen, die vor allem E-Signaturen in großem Umfang mit vielen Integrationen und internationaler Rechtssicherheit benötigen

Nimm fynk, wenn

  • Vertrag und Signatur in einem System liegen sollen, in einem Abonnement.
  • Euer Archiv Fragen beantworten soll, statt PDFs zu lagern.
  • EU-Hosting als Standard eine Anforderung ist, keine Vorliebe.
  • KI-Extraktion und Playbook-Prüfung in den Standardtarifen enthalten sein sollen statt in einem höheren Tarif.
  • FES und QES in jedem Tarif verfügbar sein sollen, auch in den Self-Service-Tarifen.
  • Ihr mehr als 100 Dokumente pro Nutzer und Jahr versendet und keine Umschläge zählen wollt.

Nimm DocuSign, wenn

  • Unterschreiben die ganze Aufgabe ist und das Dokument danach keine Rolle mehr spielt.
  • Ihr Online-Beglaubigung in den USA braucht.
  • Ihr einen SOC-2-Typ-II-Bericht braucht, nicht nur ISO 27001.
  • Ihr die API im Standardtarif oder eine native Integration mit Microsoft Dynamics braucht.
  • Ihr in vielen Ländern und Sprachen unterschreibt und Gegenparteien einen bekannten Ablauf erwarten.
  • Ihr DocuSign IAM oder CLM bereits nutzt und es funktioniert.
Funktion für Funktion

fynk vs DocuSign: der vollständige Vergleich.

Gruppiert nach den Bereichen, die diese Entscheidungen bestimmen. Wo eine Funktion existiert, aber in einem höheren Tarif oder einem separaten Produkt steckt, ist sie als teilweise markiert.

FunktionfynkDocuSign
Vertragslebenszyklus
Zentrales ArchivJa (Document Hub)KI-Vertragsablage nur in IAM
Vorlagen mit gesperrten KlauselnJaAb Business Pro
Redlining und VerhandlungJaHöchster IAM-Plan
Freigabe-WorkflowsJaHöchster IAM-Plan
Verlängerungen und FristenJa, mit ErinnerungenNur IAM-Pläne
KI
Metadaten-Extraktion beim ImportJa, KI-gestütztNur IAM-Pläne
Fragen über das gesamte ArchivJa (KI-Assistent)IAM, nur Nordamerika
Prüfung gegen euer PlaybookJa, eigene PlaybooksNur Enterprise-Plan
MCP-Server für KI-AgentenJa, ab EssentialOffiziell, in Beta
Signaturen
SignaturniveausEES, FES, QESEES; FES und QES extra
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)JaAdd-on, ab 10 € pro Empfänger
BeglaubigungNeinNur USA, über Vertrieb
Sicherheit und Kommerzielles
EU-Hosting standardmäßigJa (EWR)EU-Region, Garantie nur Enhanced
SOC-2-BerichtNeinJa (Typ II)
Öffentliche APIAb Business-TarifJa

Jede Zelle ist an den öffentlichen Seiten des jeweiligen Anbieters geprüft. Links und Prüfdaten stehen in den Quellen unten.

Wo sich fynk und DocuSign wirklich unterscheiden.

Ein System oder zwei.

DocuSign verkauft eSignature und Vertragsmanagement in getrennten Tarifen. KI-Archiv, Extraktion, Fristen und Suche stecken in den IAM-Tarifen (Intelligent Agreement Management), Redlining, Freigaben und Playbook-Prüfung im höchsten IAM-Tarif. Das funktioniert, solange nur unterschrieben werden muss. Sobald das unterschriebene Dokument Pflichten, Verlängerungstermine und eine Freigabehistorie tragen soll, wählt ihr einen zweiten Tarif. In fynk gehören diese Funktionen zu jedem Abonnement.

Was ihr damit tun solltet

Wenn DocuSign in der Auswahl steht, vergleicht den IAM-Tarif, den ihr tatsächlich bräuchtet, nicht den eSignature-Einstiegspreis.

Was nach der Unterschrift passiert.

In den eSignature-Tarifen von DocuSign wird ein abgeschlossener Umschlag gespeichert, ausgelesen werden Termine und Pflichten aber erst mit einem IAM-Tarif. In fynk beginnt die Arbeit in jedem Tarif beim Eingang: Jedes Dokument wird gelesen, Termine, Werte und Kündigungsfristen kommen als strukturierte Daten zurück, die ihr filtern und auswerten könnt.

Preise, die Volumen nicht bestrafen.

Die Tarife Standard und Business Pro von DocuSign enthalten ein Umschlag-Kontingent pro Nutzer und Jahr und berechnen jeden Umschlag darüber, auch Versand über die API zählt mit. fynk rechnet pro Nutzer mit unbegrenzten Dokumenten im Rahmen einer Fair-Use-Regel. Das System hält also alles, was ihr unterschreibt, statt nur das, was ihr budgetiert habt.

Was ihr damit tun solltet

Zählt eure Dokumente pro Nutzer und Jahr. Oberhalb des Kontingents der eSignature-Tarife wird bei DocuSign jeder weitere Umschlag berechnet.

Verträge, die eure KI-Tools erreichen.

fynk liefert ab dem Essential-Tarif einen MCP-Server, damit Assistenten wie Claude oder ChatGPT im Archiv suchen, aus Vorlagen entwerfen und Verträge weiterbewegen können. Auch DocuSign hat einen offiziellen MCP-Server, der bei unserer Prüfung noch in der Beta war. In beiden Fällen gilt: Fragt nach, welche Tarife ihn enthalten, bevor ihr einen Ablauf darauf aufbaut.

Kostenmodell

DocuSign Preise und Kosten im Vergleich zu fynk.

Einstiegspreise zum Prüfdatum und die Mechanik darunter, die mehr zählt als die Zahl in der Überschrift.

Wofür ihr zahltfynkDocuSign
PreismodellPro Nutzer, unbegrenzte DokumentePro Nutzer mit Umschlag-Kontingent
EinstiegspreisAb 19 € pro Nutzer/Monat (jährlich)38 € pro Nutzer/Monat (Business Pro, jährlich)
DokumentvolumenUnbegrenzt (Fair Use)Umschlag-Kontingent
VertragsmanagementCLM und Signatur in einem TarifSeparater IAM- oder CLM-Plan
KI-FunktionenEnthaltenZusammenfassung; Analyse in IAM
Kostenlose Testphase14 Tage kostenlos testen30 Tage
Wo die Rechnung wächstMit der TeamgrößeMit Teamgröße und Umschlagvolumen

Einstiegspreise pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung: fynk Essential, der günstigste bezahlte Tarif, und DocuSign Business Pro, der eSignature-Tarif mit gesperrten Vorlagen und Massenversand. Lasst euch von beiden Anbietern euer echtes Jahresvolumen anbieten.

In der Praxis

Der Wechsel von DocuSign zu fynk in der Praxis.

Wer DocuSign verlässt, hat vor allem ein Archiv- und Integrationsprojekt vor sich, kein Signaturprojekt. Nebenbei lässt sich dabei die Datenhaltung klären: DocuSign legt die Rechenzentrumsregion eines Kontos bei der Einrichtung fest und verschiebt Daten danach nicht mehr zwischen Regionen. Ein bestehendes Archiv kommt also nur durch eine Migration an einen anderen Ort.

Was ein DocuSign-Archiv tatsächlich enthält.

Jeder abgeschlossene Umschlag besteht aus einem oder mehreren unterschriebenen Dokumenten und dem Prüfpfad, der festhält, wer wann unterschrieben hat. In den eSignature-Tarifen ist das schon der ganze Datensatz. Termine, Werte und Kündigungsfristen stehen im PDF und nicht in Feldern, denn Extraktion und Fristenverfolgung gibt es erst mit einem IAM-Tarif. fynk liest jedes importierte Dokument und liefert diese Angaben als Daten zurück. Dafür verbraucht es die monatlichen KI-Credits (150 pro Nutzer in Essential, 250 in Business), ein großes Archiv importiert ihr also besser in Etappen oder plant zusätzliche Credits ein.

Richtet den Export an der DocuSign-Verlängerung aus.

Die Jahrestarife von DocuSign binden euch für zwölf Monate: Business Pro kostet 456 € pro Nutzer und Jahr, Standard 276 €. Die eigentliche Frist ist dort der Verlängerungstermin. Fragt vorher bei DocuSign nach, wie ihr abgeschlossene Umschläge samt Prüfpfaden gesammelt exportiert, probiert den Export an einer Stichprobe aus und gleicht die Anzahl mit dem Konto ab. Mit einem IAM-Tarif stellt dieselbe Frage für die ausgelesenen Felder und Fristen, denn ein Ordner voller PDFs nimmt sie nicht mit.

Sucht alles, was über die DocuSign API verschickt wird.

Die eSignature-REST-API gehört zu jedem eSignature-Tarif von DocuSign. Webformulare, Anmeldestrecken im eigenen Produkt oder Skripte verschicken deshalb womöglich Umschläge, die das Vertragsteam nie sieht, und jeder dieser Versände zählt zum Kontingent. Listet sie auf, bevor irgendetwas umzieht. In fynk gibt es REST-API, Webhooks und die native HubSpot-Integration ab Business, die Konnektoren für Salesforce und Pipedrive ab Essential. Microsoft Dynamics gehört nicht zu den nativen CRM-Integrationen von fynk. Ein Ablauf auf der Dynamics-Integration von DocuSign ist deshalb der erste, den ihr genauer prüfen solltet.

Versender merken den Wechsel, Gegenparteien kaum.

In Standard und Business Pro hat jeder Nutzer 100 Umschläge im Jahr, jeder weitere wird nach Verbrauch abgerechnet. fynk kennt kein Dokumentkontingent, nur eine Fair-Use-Regel. Wer im Vertrieb oder in der Personalabteilung am meisten verschickt, muss also kein Kontingent mehr im Blick behalten. Gegenparteien bekommen weiterhin eine E-Mail, öffnen das Dokument und unterschreiben. Ob die Signatur trägt, entscheiden ihr eIDAS-Niveau und der Prüfpfad, nicht der Markenname in der E-Mail. Die QES steht in jedem fynk-Tarif zur Verfügung, bei DocuSign ist sie ein Add-on ab 10 € pro Empfänger.

Wo der Wechsel von DocuSign wirklich nicht passt.

Bleibt bei DocuSign, wenn ihr überwiegend außerhalb Europas unterschreiben lasst und Gegenparteien andere Sprachen als Deutsch und Englisch brauchen (DocuSign bietet 44 Signatursprachen, fynk zwei), wenn ihr auf Online-Beglaubigung in den USA angewiesen seid, wenn der Einkauf einen SOC-2-Typ-II-Bericht verlangt (fynk hat nur ISO 27001), oder wenn ein bestehendes Setup mit DocuSign IAM oder CLM für euch funktioniert. In diesen Fällen kostet die Migration echten Aufwand und bringt wenig zurück. Das lest ihr besser hier als drei Monate nach dem Start einer Einführung.

"fynk schafft eine einzige Quelle der Wahrheit für unterzeichnete Verträge und stellt sicher, dass keine Verträge in Ordnerstrukturen verloren gehen. Es erinnert uns zuverlässig an bevorstehende Vertragsfristen. Und der Unterzeichnungsprozess ist deutlich schneller und effizienter."

Verena Kamm In-house legal at Kronos Solar Projects GmbH
Quellen

Woher diese Angaben stammen.

  • fynk [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16]
  • DocuSign [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]

Eine Angabe stimmt nicht mehr? Schreibt an [email protected] , dann prüfen wir die Zeile neu.

Häufige Fragen zu fynk vs DocuSign.

  • Für Signatur plus Vertragsmanagement ja. Für Online-Beglaubigung in den USA nein: Die bietet fynk nicht an.

  • Bei jährlicher Abrechnung kostet DocuSign eSignature Personal 9 € im Monat für einen Nutzer mit fünf Umschlägen pro Monat, Standard 23 € und Business Pro 38 € pro Nutzer und Monat. Standard und Business Pro enthalten 100 Umschläge pro Nutzer und Jahr, jeder weitere wird nach Verbrauch abgerechnet, auch beim Versand über die API. Die QES kostet als Add-on ab 10 € pro Empfänger, FES, SSO und die Integrationen mit Salesforce und Dynamics gibt es nur in den Enhanced-Tarifen nach Angebot. Vertragsmanagement ist ein eigener IAM-Tarif ab 36 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung.

  • Das hängt vom Volumen ab und davon, welchen DocuSign-Tarif ihr bräuchtet. Die Kostentabelle oben zeigt beide Einstiegspreise, aber Umschlag-Kontingente und separate IAM-Tarife für das Vertragsmanagement verändern die Gesamtsumme. Rechnet das Jahresvolumen durch, bevor ihr Listenpreise vergleicht.

  • Ja, Niveau für Niveau. DocuSign enthält die EES in den Self-Service-Tarifen, die FES in den Enhanced-Tarifen nach Angebot und die QES als Add-on. Bei fynk sind EES, FES und QES in jedem Tarif verfügbar. Nach eIDAS folgt die Rechtswirkung einer Signatur ihrem Niveau und Prüfpfad, nicht der Marke, die sie ausstellt.

  • Die Einrichtung von fynk läuft im Self-Service und dauert Minuten, die wenigen Vorlagen mit dem meisten Volumen sind meist schnell nachgebaut. Am längsten dauert das Umschlag-Archiv, weil jedes unterschriebene Dokument mit seinem Abschlusszertifikat ankommen sollte, bevor fynk es ausliest. Umschläge, die schon zur Signatur draußen sind, schließt ihr in DocuSign ab, statt sie neu zu versenden.

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