fynk vs Flixcheck.

Beide holen Unterschriften ein, aber für verschiedene Aufgaben. Flixcheck sammelt Daten, Dokumente und Unterschriften von Endkund:innen per Online-Formular. fynk verwaltet Verträge vom Entwurf bis zur Verlängerung. Verglichen über Vertragsmanagement, KI, Hosting, Integration und Kosten.

Von Felix Scholz, fynkZuletzt geprüft
fynk

fynk

Vertragsmanagement mit integrierter E-Signatur und KI-Assistent.

Kategorie
CLM mit E-Signatur
Hosting
Europäischer Wirtschaftsraum (AWS)
Preismodell
Pro Nutzer, unbegrenzte Dokumente
Deutsche Oberfläche
Am besten für
Europäische Teams, die Verträge, KI und eIDAS-Signatur (bis QES) in einem System mit transparenten Preisen pro Nutzer wollen

Flixcheck

Deutsche Plattform für digitale Kundenformulare mit integrierter E-Signatur, versendet per E-Mail, SMS und Messenger.

Kategorie
Kundenformulare und E-Signatur
Hosting
Deutschland
Preismodell
Pauschal pro Account
Deutsche Oberfläche
Am besten für
Deutsche KMU aus Versicherung, Energie, Immobilien und Finanzen, die Daten, Dokumente und Unterschriften von Endkund:innen einholen

Nimm fynk, wenn

  • Verträge entworfen, verhandelt und intern freigegeben werden sollen, nicht nur Formulare ausgefüllt.
  • Verlängerungen und Kündigungsfristen euch automatisch erinnern sollen.
  • Auch Verträge, die anderswo unterschrieben wurden, ins selbe Archiv sollen und dort gelesen werden.
  • KI-Extraktion, Fragen an das Archiv und Playbook-Prüfung in jedem Tarif enthalten sein sollen.
  • Ihr eine API ab einem Tarif mit veröffentlichtem Preis braucht, nicht erst im Enterprise-Tarif.
  • Die Rechnung mit der Teamgröße wachsen soll und nicht mit der Zahl der Vorgänge.

Nimm Flixcheck, wenn

  • Ihr vor allem Daten, Dokumente und Unterschriften von vielen Endkund:innen einsammelt, etwa in Versicherung, Energie oder Immobilien.
  • Formulare per SMS, WhatsApp oder Website-Widget bei den Empfänger:innen ankommen sollen.
  • Hosting ausschließlich in deutschen Rechenzentren eine Vorgabe ist.
  • Formulare Ausweise auslesen sollen oder ihr sie per KI aus einer Beschreibung erzeugen wollt.
  • Eure Empfänger:innen auch Französisch, Italienisch oder Schweizer Hochdeutsch lesen.
  • Ein Pauschalpreis pro Account mit festem Kontingent besser in euer Budget passt als ein Preis pro Nutzer.
Funktion für Funktion

fynk vs Flixcheck: der vollständige Vergleich.

Gruppiert nach den Bereichen, die diese Entscheidung bestimmen. Wo eine Funktion nur eingeschränkt oder erst in einem höheren Tarif existiert, ist sie als teilweise markiert.

FunktionfynkFlixcheck
Vertragslebenszyklus
Zentrales ArchivJa (Document Hub)Nur versendete Dokumente
Vorlagen mit gesperrten KlauselnJaFormularvorlagen ohne Sperre
Redlining und VerhandlungJaNein
Freigabe-WorkflowsJaNein
Verlängerungen und FristenJa, mit ErinnerungenNein
KI
Metadaten-Extraktion beim ImportJa, KI-gestütztNein
Fragen über das gesamte ArchivJa (KI-Assistent)Nein
Prüfung gegen euer PlaybookJa, eigene PlaybooksNein
MCP-Server für KI-AgentenJa, ab EssentialNein
Signaturen
SignaturreihenfolgeJaNur Status
BeglaubigungNeinNein
Hosting, Sicherheit und Integration
RechenzentrenEuropäischer Wirtschaftsraum (AWS)Deutschland
ISO 27001JaJa
SOC-2-BerichtNeinNein
Öffentliche APIAb Business-TarifNur Enterprise
Sprachen der OberflächeDE, ENDE, EN, FR, IT, Schweizer Hochdeutsch (Sprachpaket)

Jede Zelle ist an den öffentlichen Seiten des jeweiligen Anbieters geprüft, bei Flixcheck am Business-Tarif. Links und Prüfdaten stehen in den Quellen unten.

Wo sich fynk und Flixcheck wirklich unterscheiden.

Formular oder Vertrag.

Flixcheck baut Online-Formulare, die dort „Checks“ heißen, per Drag and Drop, aus Branchenvorlagen oder per KI aus einer Beschreibung. Verschickt werden sie per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Website-Widget, und die Empfänger:innen beantworten Fragen, laden Dokumente hoch und unterschreiben, einfach oder ab dem Professional-Tarif fortgeschritten. Redlining mit einer Gegenpartei und interne Freigaben vor der Unterschrift stehen nicht in der Funktionsliste. fynk setzt genau dort an: Entwurf aus Vorlagen, Verhandlung, Freigabe und Signatur in einem System.

Was ihr damit tun solltet

Fragt euch zuerst, ob ihr Angaben von vielen Endkund:innen einsammelt oder Vereinbarungen mit Geschäftspartnern schließt. Die Antwort entscheidet diesen Vergleich fast allein.

Was nach der Unterschrift passiert.

In Flixcheck liegen Dokumente und Signaturen beim jeweiligen Vorgang, standardmäßig zehn Jahre lang. Durchsuchen lassen sich Anfragen, Antworten und Status, nicht der Text in den Dokumenten, und ein Import von Verträgen, die anderswo unterschrieben wurden, ist nicht dokumentiert. Wiederkehrende Checks verschicken Formulare nach Zeitplan erneut, Erinnerungen an Verlängerungen oder Kündigungsfristen gibt es nicht. In fynk wird jedes Dokument beim Eingang gelesen: Termine, Werte und Kündigungsfristen kommen als Daten zurück, und fynk erinnert rechtzeitig daran.

Zwei Preismodelle, zwei Logiken.

Flixcheck berechnet pauschal pro Account. Der Business-Tarif kostet 99 € im Monat bei jährlicher Zahlung, zzgl. USt., und enthält 500 Checks, 200 SMS und 3 Nutzer. Ein Check zählt, sobald die Empfangenden den Link öffnen und starten, zusätzliche Vorgänge werden berechnet, der Preis dafür steht nicht auf der Preisseite. fynk rechnet pro Nutzer mit unbegrenzten Dokumenten im Rahmen einer Fair-Use-Regel, ab 19 € im Monat bei jährlicher Zahlung. Die KI-Funktionen von fynk verbrauchen allerdings ein monatliches Kontingent an KI-Credits pro Nutzer, und wer sie stark nutzt, braucht unter Umständen mehr davon.

Was ihr damit tun solltet

Rechnet mit eurer echten Zahl an Nutzern und Vorgängen pro Monat. Bei wenigen Nutzern und vielen Endkund:innen-Vorgängen sieht die Rechnung anders aus als bei einem Vertragsteam.

Hosting und Integration.

Flixcheck verarbeitet und speichert alle Daten in Rechenzentren in Deutschland, ohne Drittlandtransfer, und ist seit Juni 2024 nach ISO 27001 zertifiziert. fynk hostet im Europäischen Wirtschaftsraum bei AWS und ist ebenfalls nach ISO 27001 zertifiziert, einen SOC-2-Bericht hat keiner der beiden. Wenn eure Vorgabe ausdrücklich Deutschland lautet, erfüllt Flixcheck sie enger. Bei der Integration ist es umgekehrt: API-Anbindung und Single Sign-On nennt Flixcheck erst im Enterprise-Tarif mit Preis auf Anfrage und veranschlagt dafür selbst sechs bis zwölf Wochen Einführung. fynk öffnet API und Webhooks ab dem Business-Tarif. Single Sign-On gibt es aber auch bei fynk nur im Pro-Tarif mit individuellem Preis.

Kostenmodell

Flixcheck Preise und Kosten im Vergleich zu fynk.

Einstiegspreise zum Prüfdatum und die Mechanik darunter, die mehr zählt als die Zahl in der Überschrift.

Wofür ihr zahltfynkFlixcheck
PreismodellPro Nutzer, unbegrenzte DokumentePauschal pro Account
EinstiegspreisAb 19 € pro Nutzer/Monat (jährlich)99 €/Monat
Drei Nutzer57 € (3 × 19 €, Essential)99 € (Business, 3 Nutzer enthalten)
DokumentvolumenUnbegrenzt (Fair Use)500 Checks/Monat
VertragsmanagementCLM und Signatur in einem TarifNur Archiv, kein CLM
KI-FunktionenEnthaltenNein
Kostenloser TarifJa, 1 NutzerNein
Kostenlose Testphase14 Tage kostenlos testen14 Tage
Wo die Rechnung wächstMit der Teamgröße und dem KI-BedarfMit der Tarifstufe und Vorgängen über dem Kontingent

Listenpreise pro Monat bei jährlicher Abrechnung: fynk Essential, der günstigste bezahlte Tarif, pro Nutzer, und Flixcheck Business, der Tarif, den Flixcheck als meistgewählt ausweist, pauschal pro Account zzgl. USt. Preise für zusätzliche Checks und Nutzer veröffentlicht Flixcheck nicht. Lasst euch von beiden Anbietern euer echtes Jahresvolumen anbieten.

In der Praxis

Der Wechsel von Flixcheck zu fynk in der Praxis.

Flixcheck ist dafür gebaut, Daten, Dokumente und Unterschriften von Endkund:innen einzusammeln. Vieles in einem Konto ist deshalb ein Formular und kein Vertrag, und das legt den Umfang des Wechsels fest, bevor irgendetwas exportiert wird. Hier steht, was beim Abschied von Flixcheck konkret zu tun ist: was mitgeht, wie es herauskommt und worauf ihr bei Laufzeit und Kündigung achten müsst.

Trennt die Verträge von den Checks.

Zählerstände, Schadenmeldungen und Adressänderungen sind Formulare und bleiben Formulare, ob in Flixcheck oder anderswo. Geht eure Check-Vorlagen durch und markiert die, hinter denen in Wahrheit eine Vereinbarung mit Laufzeit, Kündigungsfrist oder Verlängerungstermin steht. Nur die gehören in fynk. Das kann ein kleinerer Teil sein, als die monatliche Zahl der Checks vermuten lässt, denn gezählt wird jedes Formular, das jemand geöffnet und gestartet hat.

Plant den Check-Export vor der Kündigung.

Auf der Preisseite nennt Flixcheck einen Check-Export mit strukturierten Daten als PDF, CSV oder über die API. Der Weg über die API hilft nur Konten mit API-Zugang, und den führt die aktuelle Preisseite erst im Enterprise-Tarif. Ein Werkzeug, das das ganze Archiv auf einmal exportiert, ist nicht dokumentiert. Fragt Flixcheck deshalb früh, wie ein vollständiger Export für euer Konto funktioniert, und plant Zeit dafür ein. Behaltet beide Formate: Die PDFs liest fynk beim Import, die CSV-Dateien halten die Antworten aus den Formularen als Tabelle fest.

Verlasst euch nicht auf die zehn Jahre Aufbewahrung.

Laut Hilfe-Center speichert Flixcheck Dokumente standardmäßig zehn Jahre. Das beschreibt das laufende Konto, nicht die Zeit nach der Kündigung. Lasst euch schriftlich bestätigen, was nach Vertragsende mit gespeicherten Checks passiert, und exportiert vorher. Achtet auch auf die Laufzeit: Im Jahresabo gelten zwölf Monate Mindestlaufzeit mit automatischer Verlängerung, bei monatlicher Zahlung ein Monat. Notiert den Verlängerungstermin, kündigt rechtzeitig und legt einen Stichtag fest, ab dem neue Verträge in fynk entstehen, während offene Checks in Flixcheck zu Ende laufen.

Wer den Wechsel merkt und was neu anzubinden ist.

Laut aktueller Preisseite enthalten Starter, Professional und Business keinen API-Zugang, in diesen Tarifen gibt es also meist keine API-Anbindung, die ihr nachbauen müsstet. Seid ihr im Enterprise-Tarif, listet auf, was die API heute versorgt, und plant mit fynk Business, wo API und Webhooks beginnen. Am stärksten ändert sich die Arbeit für alle, die Verträge betreuen: Statt eines Formulars, das die Gegenseite ausfüllt, entsteht ein Vertrag in fynk aus einer Vorlage, wird mit Änderungsverfolgung verhandelt, intern freigegeben und dann unterschrieben, mit EES, FES oder QES in jedem Tarif. Endkund:innen, die nur Formulare ausfüllen, merken nichts, solange diese Formulare in Flixcheck bleiben.

Wo ein Wechsel von Flixcheck wirklich nicht passt.

Wenn eure Arbeit im Kern darin besteht, Formulare per SMS oder WhatsApp an viele Endkund:innen zu schicken, Ausweise auszulesen und einfache oder fortgeschrittene Unterschriften einzusammeln, ist Flixcheck genau dafür gebaut. Ist Hosting ausschließlich in Deutschland eine harte Vorgabe, erfüllt Flixcheck sie enger als fynk mit seinem Hosting im Europäischen Wirtschaftsraum. Dann ist Bleiben die richtige Antwort, oder eine Aufteilung: Flixcheck für die Formulare, ein Vertragssystem für die Verträge. Das hier offen zu sagen kostet beide Seiten weniger, als es im dritten Monat festzustellen.

"fynk schafft eine einzige Quelle der Wahrheit für unterzeichnete Verträge und stellt sicher, dass keine Verträge in Ordnerstrukturen verloren gehen. Es erinnert uns zuverlässig an bevorstehende Vertragsfristen. Und der Unterzeichnungsprozess ist deutlich schneller und effizienter."

Verena Kamm In-house legal at Kronos Solar Projects GmbH
Quellen

Woher diese Angaben stammen.

  • fynk [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16]
  • Flixcheck [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]

Eine Angabe stimmt nicht mehr? Schreibt an [email protected] , dann prüfen wir die Zeile neu.

Häufige Fragen zu fynk vs Flixcheck.

  • Flixcheck ist eine deutsche Plattform für digitale Kundenformulare, dort „Checks“ genannt, mit integrierter E-Signatur. Die Formulare gehen per E-Mail, SMS, Messenger oder Website-Widget an Endkund:innen, die Angaben machen, Dokumente hochladen und einfach oder ab dem Professional-Tarif fortgeschritten unterschreiben. Die Daten liegen in Rechenzentren in Deutschland, abgerechnet wird pauschal pro Account.

  • Ja, eine REST-API, laut aktueller Preisseite aber erst im Enterprise-Tarif mit Preis auf Anfrage, zusammen mit Single Sign-On. Starter, Professional und Business enthalten keinen API-Zugang. Für eine Enterprise-Einführung mit API und Single Sign-On veranschlagt Flixcheck selbst sechs bis zwölf Wochen. Bei fynk gibt es API und Webhooks ab dem Business-Tarif.

  • Für Verträge ja: Entwurf, Verhandlung, Freigabe, Signatur und Fristen liegen in fynk in einem System. Wenn ihr vor allem Kundenformulare per SMS oder WhatsApp an viele Endkund:innen verschickt, ist Flixcheck für genau diese Aufgabe gebaut und fynk für Verträge.

  • Flixcheck berechnet eine monatliche Pauschale pro Account, zzgl. USt.: Starter 39 € (nur im Jahresabo), Professional 69 € und Business 99 € bei jährlicher Zahlung oder 79 € und 109 € bei monatlicher, Enterprise auf Anfrage. Jeder Tarif enthält ein Monatskontingent an Checks, SMS und Nutzern, von 100 Checks und einem Nutzer in Starter bis zu 500 Checks, 200 SMS und drei Nutzern in Business. API und Single Sign-On gibt es erst in Enterprise. Die Kosten steigen mit der Tarifstufe und mit Checks und Nutzern über dem Kontingent, und die Preise für dieses Zusatzvolumen stehen nicht auf der Preisseite.

  • Das hängt von Nutzern und Volumen ab. Flixcheck Business kostet pauschal 99 € im Monat bei jährlicher Zahlung, zzgl. USt., mit 3 Nutzern und 500 Checks. fynk Essential kostet 19 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, mit unbegrenzten Dokumenten im Rahmen einer Fair-Use-Regel. Bei drei Nutzern sind das 57 €. Rechnet mit eurem echten Volumen, bevor ihr Listenpreise vergleicht.

  • Flixcheck verarbeitet und speichert laut eigener Angabe alle Daten in Rechenzentren in Deutschland. fynk hostet im Europäischen Wirtschaftsraum bei AWS. Beide sind nach ISO 27001 zertifiziert, keiner hat einen SOC-2-Bericht.

  • Ja. Flixcheck bietet einen Check-Export mit strukturierten Daten als PDF, CSV oder über die API. fynk liest die importierten PDFs und gibt Parteien, Termine, Werte und Kündigungsfristen als Daten zurück. Exportiert, solange das alte Konto noch aktiv ist.

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