Wer Acrobat Sign verlässt, muss Adobe nicht verlassen. Der PDF-Editor kann bleiben, während Signatur und Verträge umziehen. Damit ist der Wechsel auch eine Lizenzfrage, und wie viel Arbeit dahintersteckt, hängt davon ab, welches Adobe-Produkt ihr nutzt.
Klärt, welches Adobe-Produkt ihr verlasst.
Adobe verkauft die E-Signatur in den Self-Service-Tarifen Acrobat für Teams und als Acrobat Sign Solutions über den Vertrieb, mit Angebot pro Nutzer oder pro Transaktion. Mit einem Teams-Tarif betrifft der Umzug vor allem Archiv und Vorlagen. Mit Sign Solutions kommt alles dazu, was an der API und den CRM-Integrationen hängt, und der Zeitplan richtet sich nach einem verhandelten Vertrag statt nach einer Preisliste. Sucht deshalb zuerst dessen Enddatum heraus.
Was ihr aus Acrobat Sign mitnehmt.
Acrobat Sign verwaltet unterschriebene und empfangene Vereinbarungen. Das ist ein Archiv, kein Bestand an Vertragsfeldern, rechnet also damit, Dateien mitzunehmen und keine Daten. Fragt Adobe vor Ablauf der Laufzeit, wie ihr unterschriebene Vereinbarungen samt Prüfpfaden gesammelt exportiert, und testet das an einer Stichprobe. fynk liest die importierten PDFs anschließend und liefert Parteien, Termine, Werte und Kündigungsfristen zurück, das verbraucht die monatlichen KI-Credits (150 pro Nutzer in Essential, 250 in Business). Vorlagen sind in Acrobat Sign wiederverwendbare PDFs mit Feldern. Baut sie in fynk aus den Ausgangsdokumenten neu und sperrt dabei die freigegebenen Formulierungen.
Ordnet die Integrationen von Sign Solutions vorab zu.
Sign Solutions bindet Salesforce, Microsoft Dynamics 365, Zoho CRM, Oracle CRM, NetSuite und SugarCRM nativ an. Davon hat fynk nur für Salesforce ein natives Gegenstück, den Konnektor ab dem Essential-Tarif. Die übrigen Abläufe müsst ihr auf REST-API, Webhooks oder Zapier von fynk neu aufbauen, die es ab Business gibt, und was über die Adobe-API versendet, schreibt ihr gegen die fynk-API neu. Mit einem Teams-Tarif gibt es weniger zuzuordnen, denn CRM-Integrationen und API stecken bei Adobe in Sign Solutions.
Passt die Acrobat-Lizenzen nach dem Umzug an.
Wer täglich PDFs bearbeitet, behält Acrobat, nur die Versender wechseln das Werkzeug. Ist die Signatur umgezogen, werden die Signaturfunktionen überflüssig, die Adobe bei Acrobat Pro für Teams (23,99 USD) gegenüber Standard (16,99 USD) aufführt: Massenversand, Webformulare, Zahlungen über Braintree und die E-Signatur-Integrationen mit Microsoft und Box. Prüft, ob Standard für die verbleibende PDF-Arbeit reicht. Falls ihr Studio wegen der Vertragsfunktionen des KI-Assistenten gekauft habt, prüft auch, ob ihr es noch braucht. Die Teams-Tarife laufen ein Jahr und werden monatlich abgerechnet, legt die Lizenzänderung also auf das Ende der Laufzeit.
Wo der Wechsel von Acrobat Sign wirklich nicht passt.
Bleibt bei Adobe, wenn Acrobat ohnehin auf jedem Rechner der Versender läuft, die Signatur ohne Nutzungsgrenze in Lizenzen steckt, die ihr sowieso bezahlt, und ihr kein Vertragsmanagement braucht. fynk käme dann als Kosten obendrauf, statt etwas zu ersetzen. Dasselbe gilt, wenn ihr auf Online-Beglaubigung in den USA über Notarize angewiesen seid, wenn der Einkauf einen SOC-2-Typ-2-Bericht oder das C5-Testat verlangt (fynk hat nur ISO 27001), oder wenn eure Vertragsprozesse über Dynamics 365, NetSuite oder ein anderes System laufen, das Sign Solutions nativ anbindet. Dann kostet die Migration echten Aufwand und bringt wenig zurück. Das hört ihr besser jetzt von uns als mitten in der Einführung.