fynk vs Skribble.

Beide holen rechtssichere Unterschriften bis zur QES ein. Skribble ist ein Schweizer Signatur-Spezialist, fynk verwaltet Verträge vom Entwurf bis zur Verlängerung. Verglichen über Vertragsmanagement, Signaturen, Hosting, Integration und Kosten.

Von Felix Scholz, fynkZuletzt geprüft
fynk

fynk

Vertragsmanagement mit integrierter E-Signatur und KI-Assistent.

Gegründet
2022, Wien
Kategorie
CLM mit E-Signatur
Hosting
Europäischer Wirtschaftsraum (AWS)
Signaturniveaus
EES, FES, QES
Preismodell
Pro Nutzer, unbegrenzte Dokumente
Am besten für
Europäische Teams, die Verträge, KI und eIDAS-Signatur (bis QES) in einem System mit transparenten Preisen pro Nutzer wollen

Skribble

Schweizer E-Signatur-Dienst mit EES, FES und QES nach eIDAS und ZertES

Gegründet
2018, Zürich
Kategorie
E-Signatur
Hosting
Rechenzentrum CH oder DE
Signaturniveaus
EES, FES, QES
Preismodell
Pro Nutzer + Signaturkontingent
Am besten für
DACH-Teams, die vor allem rechtssichere Signaturen brauchen, insbesondere QES nach Schweizer und EU-Recht

Nimm fynk, wenn

  • Vertrag und Signatur in einem System liegen sollen, in einem Abonnement.
  • Verlängerungen und Kündigungsfristen euch automatisch erinnern sollen.
  • Ihr im Text eurer Verträge suchen wollt, auch in gescannten, nicht nur nach Dokumentnamen.
  • Verträge vor der Unterschrift aus Vorlagen entstehen, verhandelt und intern freigegeben werden sollen.
  • Euer Archiv Fragen beantworten soll, statt PDFs zu lagern.
  • Ihr mit einem kostenlosen Tarif für einen Nutzer starten wollt, der Suche, KI-Analyse und KI-Assistent schon enthält.

Nimm Skribble, wenn

  • Unterschreiben die ganze Aufgabe ist und eure Verträge in einem anderen System verwaltet werden.
  • Ihr qualifiziert nach Schweizer ZertES und nach eIDAS unterschreiben müsst, aus einem Konto.
  • Eure Daten in einem Schweizer Rechenzentrum liegen sollen, oder wahlweise in Deutschland.
  • Unterzeichnende auch auf Französisch oder Italienisch unterschreiben.
  • Ihr nur gelegentlich unterschreibt und pro Signatur zahlen wollt statt für ein Abonnement.
  • Ihr API und HubSpot-Anbindung zu einem etwas niedrigeren Nutzerpreis braucht als im Business-Tarif von fynk.
Funktion für Funktion

fynk vs Skribble: der vollständige Vergleich.

Gruppiert nach den Bereichen, die diese Entscheidung bestimmen. Wo eine Funktion nur eingeschränkt oder erst in einem höheren Tarif existiert, ist sie als teilweise markiert.

FunktionfynkSkribble
Vertragslebenszyklus
Zentrales ArchivJa (Document Hub)Nur Signatur-Übersicht
VolltextsucheJa, inkl. OCRNur Namenssuche
Vorlagen mit gesperrten KlauselnJaNicht angeboten
Redlining und VerhandlungJaNicht angeboten
Freigabe-WorkflowsJaNicht angeboten
Verlängerungen und FristenJa, mit ErinnerungenNicht angeboten
Signaturen
SignaturniveausEES, FES, QESEES, FES, QES
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)JaQES (eIDAS + ZertES)
SignaturreihenfolgeJaSignaturreihenfolge
BeglaubigungNeinNicht angeboten
Hosting, Sicherheit und Integration
RechenzentrenEuropäischer Wirtschaftsraum (AWS)Rechenzentrum CH oder DE
ISO 27001JaISO 27001
SOC-2-BerichtNeinKein SOC 2
Öffentliche APIAb Business-TarifAPI (ab Pro)
CRM-IntegrationenSalesforce, Pipedrive, HubSpot, AttioHubSpot, Salesforce (Scale)
SprachenDE, ENDE, EN, FR, IT

Jede Zelle ist an den öffentlichen Seiten des jeweiligen Anbieters geprüft, bei Skribble am Pro-Tarif. Links und Prüfdaten stehen in den Quellen unten.

Wo sich fynk und Skribble wirklich unterscheiden.

Signatur-Tool oder Vertragssystem.

Skribble ist nach eigener Aussage bewusst auf E-Signaturen spezialisiert. Vertragsmanagement und Langzeitarchivierung überlässt der Anbieter dedizierten Lösungen, die sich mit Skribble verbinden lassen. Vorlagen, Redlining und Freigaben vor der Unterschrift gehören nicht zum Produkt: Ihr ladet ein fertiges Dokument hoch und schickt es zur Unterschrift. fynk deckt den ganzen Weg in einem System ab, vom Entwurf aus der Vorlage über Verhandlung und Freigabe bis zur Signatur. Wer beides braucht, ist mit fynk einfacher aufgestellt.

Was ihr damit tun solltet

Wenn ihr schon ein Vertragssystem habt, das mit Skribble zusammenarbeitet, vergleicht ihr hier kaum. Wenn nicht, vergleicht Skribble plus ein zweites Werkzeug mit fynk allein.

Was nach der Unterschrift passiert.

In Skribble liegen unterschriebene Dokumente in einer Übersicht, die sich nach Status filtern und nach Dokumentnamen durchsuchen lässt. Eine Suche im Vertragstext oder Erinnerungen an Verlängerungen gibt es nicht. In fynk beginnt die Arbeit beim Eingang: Jedes Dokument wird gelesen, Termine, Werte und Kündigungsfristen kommen als strukturierte Daten zurück, die Volltextsuche findet auch gescannte Verträge, und fynk erinnert rechtzeitig vor einer Frist. Hier liegt der klarste Unterschied zwischen beiden, und er spricht für fynk.

Zwei Preismodelle, zwei Logiken.

Skribble rechnet pro Nutzer mit einem Signaturkontingent. Pro kostet 36 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. USt., mit unbegrenzten einfachen Signaturen und 120 FES oder QES pro Nutzer und Jahr, gemeinsam genutzt. Darüber kostet jede FES 2 € und jede QES 4 €, und für QES kommt eine einmalige Identifizierungsgebühr von 24,50 € pro unterzeichnender Person dazu. Die Preise für Starter, Team und Pro sind veröffentlicht, das ist bei Signatur-Tools nicht selbstverständlich. fynk rechnet pro Nutzer mit unbegrenzten Dokumenten im Rahmen einer Fair-Use-Regel, ab 19 € im Monat bei jährlicher Zahlung. Die KI-Funktionen von fynk verbrauchen allerdings ein monatliches Kontingent an KI-Credits pro Nutzer, und wer sie stark nutzt, braucht unter Umständen mehr davon.

Was ihr damit tun solltet

Zählt, wie viele FES und QES ihr im Jahr verschickt, und lasst euch von beiden Anbietern den Preis für genau dieses Volumen nennen.

Hosting, Sprachen und Integration.

Skribble betreibt Rechenzentren in der Schweiz und in Deutschland, gewählt wird bei der Einrichtung. fynk hostet im Europäischen Wirtschaftsraum bei AWS. Beide sind nach ISO 27001 zertifiziert, einen SOC-2-Bericht hat keiner der beiden. Wenn eure Vorgabe ausdrücklich Schweiz lautet, erfüllt nur Skribble sie. Auch bei den Sprachen liegt Skribble vorn: Oberfläche und Signatur gibt es auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, fynk auf Deutsch und Englisch. Die API öffnet Skribble ab Pro, fynk ab dem Business-Tarif. Bei CRM-Anbindungen ist es gemischt: Skribble bietet HubSpot ab Pro und Salesforce nur im Scale-Tarif mit Preis auf Anfrage, fynk verbindet Salesforce und Pipedrive ab Essential und HubSpot nativ ab Business.

Kostenmodell

Skribble Preise und Kosten im Vergleich zu fynk.

Einstiegspreise zum Prüfdatum und die Mechanik darunter, die mehr zählt als die Zahl in der Überschrift.

Wofür ihr zahltfynkSkribble
PreismodellPro Nutzer, unbegrenzte DokumentePro Nutzer + Signaturkontingent
EinstiegspreisAb 19 € pro Nutzer/Monat (jährlich)36 € pro Nutzer/Monat
Tarif mit API39 € pro Nutzer/Monat (Business)36 € pro Nutzer/Monat (Pro)
DokumentvolumenUnbegrenzt (Fair Use)Kontingent + Zusatzkosten
VertragsmanagementCLM und Signatur in einem TarifNicht angeboten
Kostenloser TarifJa, 1 NutzerNur pro Signatur
Kostenlose Testphase14 Tage kostenlos testen14 Tage Test
Wo die Rechnung wächstMit der Teamgröße und dem KI-BedarfMit der Teamgröße und FES oder QES über dem Kontingent

Listenpreise pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. USt.: fynk Essential, der günstigste bezahlte Tarif, und Skribble Pro, der erste Skribble-Tarif mit API und Integrationen. Den vergleichbaren fynk-Tarif mit API zeigt die Zeile darunter. Lasst euch von beiden Anbietern euer echtes Jahresvolumen anbieten.

In der Praxis

Der Wechsel von Skribble zu fynk in der Praxis.

Beim Wechsel weg von Skribble geht es nicht um die Stärke der Signatur, denn beide unterschreiben bis zur QES. Es geht darum, wo die unterschriebenen Verträge landen und was sie danach auswertet, weil Skribble hochgeladene Dateien signiert und die Langzeitarchivierung anderer Software überlässt.

Findet das Archiv, das Skribble nie geführt hat.

In Skribble liegen unterschriebene Dokumente in einer Liste, die sich nach Status filtern und nach Namen durchsuchen lässt, und für die Langzeitarchivierung verweist Skribble selbst auf andere Werkzeuge. Die wichtigen Verträge liegen deshalb meist noch woanders: in SharePoint, OneDrive oder Google Drive, falls euer Team die Plug-ins aus dem Pro-Tarif genutzt hat, in einem Vertragssystem oder auf einem Netzlaufwerk. Legt fest, welcher dieser Orte vollständig ist, und importiert von dort. fynk liest die Dateien beim Eingang und gibt Parteien, Termine, Werte und Kündigungsfristen als Daten zurück, auch bei Scans. Damit bekommt das Archiv eine Struktur, die die alte Dokumentenliste nie hatte.

Holt unterschriebene Dateien samt Nachweisen heraus.

Fragt Skribble vor der jährlichen Verlängerung, wie sich unterschriebene Dokumente mit ihren Signaturnachweisen gesammelt exportieren lassen, und testet die Antwort an einer Stichprobe mit mindestens einem QES-Dokument. Genau diese Datei verlangt im Streitfall ein Gericht oder eine Prüferin. Im Pro-Tarif prüft ihr außerdem, welche Löschfristen aktiv sind, damit während des Umzugs nichts planmäßig verschwindet, das ihr noch braucht. Kündigt erst, wenn die Zahl der exportierten Dateien mit euren eigenen Unterlagen übereinstimmt.

Baut die Skribble-Plug-ins nach, die ihr wirklich nutzt.

Skribble öffnet API und Plug-ins für Word, Excel, SharePoint, OneDrive, Google Drive und HubSpot ab Pro, Salesforce gibt es erst im Scale-Tarif, dazu nennt Skribble Zapier und Power Automate. Schreibt auf, was davon heute tatsächlich läuft. In fynk verbinden sich Salesforce und Pipedrive ab Essential, REST-API, Zapier, Webhooks und die native HubSpot-Integration brauchen Business. Hängen eure Abläufe an der API oder an HubSpot, rechnet also mit fynk Business für 39 € pro Nutzer und nicht mit Essential für 19 €. Die Microsoft-Plug-ins gleicht ihr einzeln mit der Integrationsliste von fynk ab.

Plant den Umzug auf die jährliche Verlängerung hin.

Team und Pro werden jährlich abgerechnet, mit 72 oder 120 FES oder QES pro Nutzer und Jahr, die sich das ganze Team teilt. Schaut nach, wie viel davon ihr tatsächlich verbraucht habt, denn das zeigt, wie viele fortgeschrittene und qualifizierte Signaturen eure Verträge wirklich brauchen. Legt einen Stichtag fest, ab dem neue Verträge in fynk entstehen, und lasst alles, was schon zur Unterschrift unterwegs ist, in Skribble zu Ende laufen. Zuerst merken den Wechsel Vertragspartner, die bisher auf Französisch oder Italienisch unterschrieben haben, denn fynk gibt es auf Deutsch und Englisch. Sagt ihnen Bescheid, bevor die erste Einladung aus fynk kommt.

Wo ein Wechsel von Skribble wirklich nicht passt.

Wenn ihr qualifizierte Signaturen nach Schweizer ZertES braucht, eure Daten zwingend in einem Schweizer Rechenzentrum liegen müssen oder eure Verträge schon in einem Vertragssystem liegen, das gut mit Skribble zusammenarbeitet, kostet der Umzug echten Aufwand und bringt wenig. Dann ist Bleiben die richtige Entscheidung. Brauchen nur einzelne Dokumente ZertES, ist es ein vernünftiger Mittelweg, genau dafür den Starter-Tarif von Skribble zu behalten: ohne Abonnement, abgerechnet pro Signatur. Das schreiben wir lieber hier, als dass ihr es erst nach der Einführung merkt.

"fynk schafft eine einzige Quelle der Wahrheit für unterzeichnete Verträge und stellt sicher, dass keine Verträge in Ordnerstrukturen verloren gehen. Es erinnert uns zuverlässig an bevorstehende Vertragsfristen. Und der Unterzeichnungsprozess ist deutlich schneller und effizienter."

Verena Kamm In-house legal at Kronos Solar Projects GmbH
Quellen

Woher diese Angaben stammen.

  • fynk [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16]
  • Skribble [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9]

Eine Angabe stimmt nicht mehr? Schreibt an [email protected] , dann prüfen wir die Zeile neu.

Häufige Fragen zu fynk vs Skribble.

  • Skribble ist ein E-Signatur-Dienst, 2018 gegründet, mit Hauptsitz in Zürich und einem Standort in Karlsruhe. Er bietet EES, FES und QES nach eIDAS und nach Schweizer ZertES und betreibt Rechenzentren in der Schweiz und in Deutschland. Skribble ist bewusst ein Signatur-Tool: Vertragsmanagement und Langzeitarchivierung überlässt der Anbieter separater Software.

  • Für EES, FES und QES nach eIDAS plus Vertragsmanagement ja. Wenn ihr QES nach Schweizer ZertES oder ein Rechenzentrum in der Schweiz braucht, ist Skribble dafür gebaut.

  • Skribble veröffentlicht seine Preise, jeweils zzgl. USt.: Starter kommt ohne Abonnement aus und berechnet jede Signatur einzeln (EES 1 €, FES 3 €, QES 5 €), Team kostet 23 € und Pro 36 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, Scale für mehr als 20 Nutzer oder hohes Volumen gibt es auf Anfrage. Team und Pro kosten in Franken denselben Betrag. Beide enthalten unbegrenzte einfache Signaturen und 72 (Team) oder 120 (Pro) FES oder QES pro Nutzer und Jahr, die sich das Team teilt. Die Kosten steigen mit Signaturen über diesem Kontingent, mit der einmaligen Identifizierungsgebühr von 24,50 € pro Person für die QES und mit Extras wie dem Branding für 1.400 € im Jahr.

  • Das hängt von Nutzern und Signaturvolumen ab. Skribble Pro kostet 36 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, mit 120 FES oder QES pro Nutzer und Jahr, darüber wird pro Signatur berechnet. fynk beginnt bei 19 € pro Nutzer und Monat, die API gibt es ab Business für 39 €. Rechnet mit eurem echten Volumen, bevor ihr Listenpreise vergleicht.

  • Skribble betreibt Rechenzentren in der Schweiz und in Deutschland, die Wahl trefft ihr bei der Einrichtung. fynk hostet im Europäischen Wirtschaftsraum bei AWS. Beide sind nach ISO 27001 zertifiziert, keiner hat einen SOC-2-Bericht.

  • Ja, im Rahmen von eIDAS. Beide bieten EES, FES und QES, und die Gültigkeit ergibt sich aus dem genutzten Niveau und dem Prüfpfad, nicht aus dem Anbieternamen. Skribble deckt zusätzlich QES nach Schweizer ZertES ab.

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